Winterzeit ist Kurszeit! Deshalb habe ich Hank eingepackt und bin am 23. und 24. Februar nach Pfeffenhausen gefahren, um auf der Anlage des ART-Stable am EWU-geförderten Big4-Kurs teilzunehmen. Geleitet wurde der Kurs von Matteo Toniolli, einem jungen Italiener, der seine Erfahrungen und sein Können unter anderem bei „Jagfeld Quarter Horses“ erlernt und sich mittlerweile als selbstständiger Trainer in Schlüsselfeld bei „King Stables“ niedergelassen hat.

Am Freitag war Anreisetag und Roland Ferstl, der Regionalbeauftragte Niederbayern-Oberpfalz, war vor Ort, um jeden zu begrüßen und gut unterzubringen. Man spürte förmlich die Vorfreude auf die nächsten beiden Tage, und alle sattelten noch ihre Pferde, um ihnen die Gegebenheiten vor Ort schon mal zu zeigen und locker abzureiten. Wie immer im ART-Stable waren die Pferde gut untergebracht und es stand reichlich Heu zur Verfügung. Danke dafür an Manuela und ihren Mann Atila.

Am Samstagmorgen ging‘s dann los: Geritten wurde in Zweiergruppen, wobei darauf geachtet wurde, dass die Kursteilnehmer gut zusammenpassten. Am ersten Tag ging es hauptsächlich um Rittigkeit. Ich habe schon viele Kurse besucht, aber selten so einen engagierten und motivierten Trainer erlebt. Matteo erkannte sofort die Schwächen jedes Pferdes – oder sollte ich besser sagen jedes Reiters? – und zeigte die Defizite gerne auch, indem er sich selber aufs Pferd setzte und dabei erklärte, woran gearbeitet werden sollte. In einem gut verständlichen Englisch – obwohl sein Deutsch auch sehr charmant klingt – legte er großen Wert auf „Schub von hinten“, Durchlässigkeit und ein Pferd, das gut über den Rücken laufen soll und sich nicht hinter der Senkrechten verkriechen darf. Ganz schön anstrengend: Die ein oder andere Schweißperle wurde da sicher vergossen. Natürlich wurden die Mühen belohnt, und man sah bei jedem Pferd relativ schnell eine deutliche Verbesserung. Da Matteo selten auf die Uhr, sondern immer aufs Pferd schaut, waren die Trainingseinheiten oft länger als geplant. Also gab‘s für den Trainer „Essen to go“, um den Tag nicht zu lang werden zu lassen. Die Kursteilnehmer wurden im Stüberl mit Chili con Carne und Gulaschsuppe bestens versorgt.

Der zweite Tag startete seitens Matteo genauso motiviert und fröhlich wie der erste zu Ende ging. Diesmal holte Matteo sich Stangen zu Hilfe, um den Takt und Rhythmus jedes Pferd-Reiter-Paares zu verbessern. Auch am zweiten Tag wurde viel gelernt und gelacht – und der Muskelkater vom Vortag bekam einen kleinen Bruder. Dafür gab‘s bei jedem Kursteilnehmer sicher den ein oder anderen Aha-Moment, und alle konnte genug Hausaufgaben mit nach Hause nehmen.

Danke an die EWU, die solche Kurse ermöglicht, und das zu einem wirklich unglaublichen Preis. Und natürlich auch an das Team vom ART-Stable, das seine Anlage zur Verfügung gestellt und die Pferde bestens versorgt hat.

Text: Daniela Haberlandt, Fotos: Josef Festl

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