Pferd & Kind im Stall– wie kann man das unter einen Hut kriegen? Funktioniert das überhaupt? Kann man reiten, wenn das Baby im Stall dabei ist?

 

Die EWU wächst – gerade in den letzten Jahren sieht man viele Eltern mit ihren Babys im Stall und auf Turnieren. Wir haben einmal nachgefragt, wie es gelingen kann, Baby und Pferde zu vereinen.

Tipp 1: Gutes Timing:
Wenige Wochen alte Babys schlafen unheimlich viel, gerade wenn sie vorher getrunken haben. Mit einem guten Timing schlummern sie glücklich vor sich hin, während man in Ruhe sein Pferd putzen und fertigmachen kann.
Wichtig ist es immer, einen guten Standplatz für den Kinderwagen auszuwählen – er sollte sich in Sicht- und Hörweite befinden – jedoch mit genügend Sicherheitsabstand zu den Pferden. Wird der Abstand zu groß, ist es sinnvoll eine Aufsichtsperson zu bitten, sich um das Baby zu kümmern.

Babys lieben frische Luft, eine angenehme Geräuschkulisse, viele nette Menschen und Tiere – meist schlafen sie zufrieden in ihrem Wagen.

Tipp 2: Das Wetter macht die Kleidung

Sind Babys oder Kinder im Stall dabei, ist es wichtig, auf die richtige Kleidung zu achten.
Bei kalter Witterung hilft ein Lammfell oder ähnliches im Kinderwagen und von oben das Baby gut einpacken, um Auskühlung zu verhindern.
Im Sommer sollte auf Kleidung geachtet werden, die einen Temperaturausgleich ermöglicht. Babys sind selbstverständlich immer vor Regen, Zugluft, Insekten und Sonne zu schützen!


Tipp von Bettina N.: „Achtung vor Insektennetzen, die man über den Kinderwagen spannt. Hat sich darunter einmal eine Biene oder Wespe verirrt, gibt es kein Entrinnen mehr für das Insekt! Die Gefahr von Stichen ist sehr groß!“


Tipp 3: Standplatz des Kinderwagens

Den Kinderwagen immer außer Reichweite von Pferden oder anderen Tieren hinstellen. Jedes noch so brave Pferd kann sich erschrecken und eine gefährliche Situation entstehen.

Der Kinderwagen gehört nicht in den Reitplatz oder in die Reithalle – hinter der Bande oder außerhalb des Platzes ist es Sicherer für die Kleinen. Der Kinderwagen sollte stabil stehen, die Bremsen geschlossen sein.

Sobald man den Sicht-Kontakt zu dem Baby oder Kleinkind verliert, sollte eine Aufsichtsperson vor Ort sein.

 

Tipp 4: Zuverlässige Reitbeteiligung und Hilfe durch Angehörige

Der Stallalltag lässt sich besser organisieren, wenn man die Elternschaft mit Pferd im Vorfeld gut plant. Schaut euch frühzeitig nach Stallfreundinnen oder Familienangehörigen um, die als Babysitter einspringen können und sucht nach einer zuverlässigen Reitbeteiligung, mit der ihr euch die Arbeiten teilen könnt. Wenn man die Möglichkeit der Betreuung durch Großeltern oder Papa hat, sollte man dies auch durchaus ab und an in Anspruch nehmen, um sich ganz in Ruhe auf sein Pferd und das Training konzentrieren zu können. Bedenkt auch, dass man mit Baby immer mal wieder kurzfristig ausfallen kann, daher sollte ein Notfallplan stehen.

Foto: Pixabay

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