Ohne gesunde Hufe kein gesundes Pferd

Die regelmäßige Pflege der Hufe ist wichtig für die Gesunderhaltung der Pferde. Ist der Huf beschädigt, hat das meist Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat. Im Winter haben die Pferdebesitzer oft mit den Folgen der feuchten Hufe zu kämpfen – im Sommer ist es die Trockenheit, die die Hufe ausbrechen lässt.

Worauf gilt es im Sommer zu achten und was kann man tun um die Hufe geschmeidig und gesund zu halten?

Die Trockenheit entzieht dem Huf die Feuchtigkeit. Bei trockenem Wetter und trockenem Boden kommt es oft zur Austrocknung der Hufe – Risse in der Hufwand und das Ausbrechen der Hufe sind quasi vorprogrammiert.

Viele Besitzer tragen im Sommer täglich Huffett und Öl auf  um den Huf geschmeidig zu halten. Häufig sind jedoch trockene Hufe das Ergebnis von zu viel Fett und Öl, das den Huf von außen versiegelt.

Im Sommer muss die Feuchtigkeit im Huf eingeschlossen werden, um ihn geschmeidig zu halten. Dies gelingt jedoch nur, wenn man den Hufen zuvor Feuchtigkeit zuführt.

 

Erst wässern, dann ölen

Um den Huf ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen, muss der Huf Wasser aufnehmen und im Anschluss mit einem guten, feuchtigkeitsregulierendes Huföl eingerieben werden.

 

Für das Wässern der Hufe gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Für geduldige, entspannte Pferde ist die einfachste Variante das Fußbad im Eimer. Stellt die Hufe aber immer nur paarweise in die Eimer, nicht alle 4 auf einmal wässern – für den Fall dass das Pferd sich doch einmal erschrecken sollte.

Für ungeduldige Kandidaten gibt es die sogenannten Water-Boots, diese taucht man in Wasser ein und legt sie wie Hufglocken an.

Wer keine Water-Boots hat oder kaufen möchte, kann auch eine Babywindel verwenden und diese um den Huf legen. Klebeband sorgt für den nötigen Halt.

Ein Fußbad in einem Bach bringt auch den gewünschte Effekt und bringt den Kreislauf in Schwung – ideal an sehr heißen Tagen oder nach einem anstrengenden Trainingswochenende.

Ganzjahres-Regeln für gesunde Hufe:

  1. Ausreichend Bewegung – denn nur durch Bewegung wird der Huf richtig durchblutet und der Hufmechanismus sorgt für eine bessere Durchblutung des gesamten Organismus.
  2. Haltung – Pferde sollen weder metertief im Morast noch in dreckigem Stroh oder Spänen stehen. Der Urin und die Feuchtigkeit greift das Horn an und lässt die Hufe faulen. Im Stall und auf den Koppeln auf Hygiene achten und gründlich ausmisten und Pferdeäpfel absammeln.
  3. Die Hufe täglich kontrollieren und auf Fremdkörper, wie zum Beispiel Nägel oder auch kleine Steinchen achten.
  4. Hufschmied – ob mit oder ohne Hufeisen sollte das Pferd regelmäßig einem Hufschmied vorgestellt werden. Nur der Fachmann kann Stellungsfehler oder Hufprobleme  erkennen und beheben.

Zusatzfuttermittel, wie Biotin, können den gesunden Huf unterstützen – sollten aber immer  in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden.

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