Der EWU Landesverband M-V richtete in diesem Jahr ein ganz besonderes EWU-C- Turnier aus:

Im Rahmen der Landesmeisterschaften der Spring- und Dressurreiter M-V wurden wir Westernreiter eingeladen, am Samstag ein eigenes Turnier veranstalten und die wunderbare Anlage im Landgestüt Redefin zu nutzen.

Das Landesturnier erwartete über 600 Teilnehmer, über 2.000 Starts und bis zu 6.000 Zuschauer über fünf Turniertage verteilt.

Wir Westernreiter sollten zum 1. Mal mit dabei sein!

Nach der Phase der Entscheidungsfindung – schaffen wir die Organisation, können wir das finanziell, finden wir Sponsoren, wird es genug Teilnehmer geben – sagten wir zu und machten uns an die Arbeit.

Sponsoren waren schnell gefunden, ebenso ein Helferteam, Meldestelle sowie Richter und Stewards.

Der Turnierveranstalter bot uns die Möglichkeit in der wunderschönen historischen Reithalle mit großer Tribüne unsere Prüfungen zu reiten. Außerdem gab es eine separate Abreitehalle.

Ein Teil des Stallzelts wurde uns zur Verfügung gestellt, ebenso separater Bereich auf der Wiesenfläche fürs Parken und Campen.

Ca. 50 Westernreiter nutzten die Möglichkeit sich und ihre Pferde in dieser einmaligen Atmosphäre zu präsentieren! Auch Teilnehmer aus anderen Landesverbänden hatten genannt, um fachkundigem Publikum unsere Westernreitweise und Pferde zu zeigen.

Schon die Atmosphäre auf dem Parkplatz war ungewohnt aufregend, sowohl für unsere Pferde als auch Reiter; große Pferdetransporter mit Wohnabteil, Kutschen, hier und da standen die Vierbeiner auf dem Hänger und schauten entspannt nach draußen, wurden für die Prüfungen fertiggemacht. Für einige Westernpferde war es sicher die erste Begegnung mit einem Warmblut und einer Kutsche!

Umgekehrt war es wohl nicht weniger interessant, wenn wir mit ebenso glänzenden Pferden, in Glitzerbluse, Chaps und Hut zu unseren Prüfungen ritten. So manch einer schaute uns hinterher und wollte Westernluft schnuppern.

Parallel liefen Spring- und Dressurprüfungen; so konnte sich gegenseitig besucht werden, was auch genutzt wurde.

So manch ein Westernreiter, der ursprünglich mit dem Englischreiten angefangen hatte oder die, die „fraktionsübergreifend“ reiten, trafen alte Bekannte wieder.

Am Freitagabend wurden alle Aktiven zu einem Essen ins Festzelt eingeladen. Bei Spanferkel, Bier und Live-Musik konnte man sich näherkommen.

Der eigentliche Prüfungstag lief wie am Schnürchen.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank dem Landgestüt: Es hat uns an nichts gefehlt! Wir hatten 2 Hallen für uns und waren doch mittendrin.

Es war herrlich in dieser ehrwürdigen Atmosphäre zu reiten. Das historische Portal der Reithalle wurde immer wieder für ein Foto Shooting genutzt. Auch das Oval am alten Paradeplatz lockte den ein oder anderen zum Abreiten.

Am Samstagabend durften wir im Rahmen des Showprogramms allen Zuschauern im Stadion unsere Westernreitweise zeigen und erläutern, was großen Zuspruch fand.

Insgesamt war es ein schönes Turnier mit reibungslosem Ablauf.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben, Sponsoren, Helfer, Richter, Meldestelle und Aktive.

Wir hoffen auf eine Wiederholung in 2020: Western meets Classic; Coole Cowboys treffen auf elegante Dressur- und furchtlose Springreiter.

Text: Heike Bauer-Plettenberg
Fotos: Katrin Hehl.

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