Fit in den Fellwechsel: 5 Tipps für einen gesunden Stoffwechsel

Fellwechsel bedeutet für den Pferdekörperweit mehr als der Umstieg von Sommer- auf Winterfell oder umgekehrt. Er verlangt dem Organismus einen wahren Kraftakt ab. Ein intakter Stoffwechsel ist dafür essentiell – und den kann man ganz natürlich auf Trab bringen.

Leber-Nierensaft©EWALIA1

Die meisten Pferdebesitzer:innen beschäftigen sich im Fellwechsel vorrangig damit, die Flut an Haaren zu bewältigen. Anderen macht hingegen die körperliche Verfassung ihres Pferdes Kopfzerbrechen. Mit Abnahme der Sonnenstunden stellt sich der Organismus des Pferdes auf den Wechsel von Sommer- auf Winterfell um. Die Umstellung ist ein enormer körperlicher Kraftakt. Das gilt nicht nur für alte oder kranke Pferde. Funktioniert der Stoffwechsel schon zuvor nicht optimal, hat das Pferd Vorerkrankungen oder schlicht einen Nährstoffmangel, kann die Umstellung auch ein junges Pferd ganz schön mitnehmen. Das macht sich in Form von Schlappheit, Gewichtsverlust, Kotwasser, Haut-, Kreislauf-oder Atemwegsproblemen bemerkbar.

Ein gesunder Stoffwechsel beugt diesen Problemen vor. Als komplexes System an chemischen Reaktionen ist er wohl nach wie vor nicht bis ins letzte Detail erforscht. Dennoch weiß man um Maßnahmen, die den Stoffwechsel auf natürliche Art unterstützen und einfach umzusetzen sind:

Gesundheit von innen
Das A und O für einen gesunden Organismus ist eine bedarfsgerechte Ernährung. Gesundheit hängt maßgeblich mit einem intakten Verdauungssystem zusammen. Denn der Großteil der Immunzellen des Pferdekörpers befindet sich im Darm. Läuft das Darmsystem nicht rund, sind auch Stoffwechsel und Immunsystem gestört. Raufutter bildet die Basis einer bedarfsgerechten Ernährung. Es muss qualitativ hochwertig, frei von Verunreinigungen und rohfaserreich sein. Auch den Zuckergehalt des (Wiesen-)Heus sollte man im Auge behalten. Manche heimisch gewordenen Grassorten verfügen über einen erhöhten Zucker- und Fruktangehalt, der Verdauung und Stoffwechsel belastet. Daher muss die Futterration individuell auf den Bedarf des jeweiligen Pferdes angepasst werden. Das Bedürfnis an Mineralstoffen und Vitaminen kann beispielsweise durch die Gabe von Kraft- und Mineralfutter gedeckt werden. Außerdem sollte dem Pferd rund um die Uhr uneingeschränkt Wasser zur Verfügung stehen.

Kraft aus der Natur
Leber und Niere sind die „Big Player“ des Stoffwechsels. Sie können mit Hilfe von Kräutern auf natürliche Art und Weise in ihrer Funktion unterstützt werden. Die positive Wirkung von Kräutern ist schon lange bekannt. Heute erlebt das Kräuterwissen als komplementäre Behandlung eine Renaissance. Ein wahrer Klassiker in der Unterstützung der Leber ist etwa die Mariendistel, die mit ihrem Wirkstoff Silymarin, hepatoprotektiv – also leberschützend – wirkt. Birkenblätter, Brennnessel sowie Blätter und Wurzeln des Löwenzahns sind harntreibend und fördern so die entgiftende Tätigkeit der Nieren. Das österreichische Unternehmen EWALIA hat diese vier Kräuter in einer eigenen Rezeptur zum Leber-Nierensaft vereint. Dieses Ergänzungsfuttermittel unterstützt den körpereigenen Entgiftungsprozess, was insbesondere in der für den Organismus belastenden Zeit des Fellwechsel zu einem gesunden Stoffwechsel beiträgt. Der EWALIA Leber-Nierensaft kann bereits vor Beginn und über die Dauer des Fellwechsels in Form einer Kur verabreicht werden.
Mittelmaß finden
Ebenso wichtig, wie die richtige Futter- und Wassergabe ist eine adäquate Bewegung des Pferdes. Körperliche Aktivität regt Durchblutung und Stoffwechsel an. Damit ist keineswegs schweißtreibendes Training gemeint. Schon die natürliche Bewegung auf der Koppel kann ausreichend sein. Von zu viel körperlicher Arbeit ist im Fellwechsel ohnehin abzuraten. Da der Prozess den Körper stark beansprucht, sollte auch die Trainingsintensität dem jeweiligen Bedarf angepasst werden.
In der Ruhe liegt die Kraft
Stress setzt nicht nur uns Menschen zu, auch Pferden kann Stress – tritt er langanhaltend oder häufig auf – schaden. In einer Stresssituation erhöhen sich Herzschlag, Blutdruck und Muskeltonus, Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet. Dauert dieser Zustand lange an oder tritt häufig auf, wird der gesamte Organismus, darunter auch der Stoffwechsel, gestört. Daher sollten in der Fellwechselzeit Stressverursacher wie etwa abrupte Futterumstellungen, Änderungen in der Haltung, die Isolation von Artgenossen, ein Ortswechsel oder besonders intensive Trainingseinheiten weitgehend vermieden werden
Ausreichend Frischluft
Wir kennen es von uns selbst – regelmäßiges Lüften und tägliche Spaziergänge verbessern nicht nur Raumklima und Stimmung, sondern pushen auch das Immunsystem. Beim Pferd ist das nicht anders. Pferde verfügen über ein hoch wirksames Thermoregulationsvermögen, das verkümmern kann, wenn es nicht zum Einsatz kommt. Eine tägliche Dosis frische Luft durch Koppelgang oder Spaziergänge sowie ein funktionierendes Stallklima halten das Thermoregulationsvermögen und damit Immunsystem und Stoffwechsel auf Trab.

Text & Fotos: © EWALIA

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