Am 01.12.2019 fand auf der Ramm Ranch ein Einsteiger-Rinderkurs mit Wolfgang Laves statt. Ursprünglich waren 8 Teilnehmer angemeldet, doch die Teilnehmerzahl verringerte sich wegen Krankheitsfällen auf 4.

Morgens um 10 ging es dann los. Henning Ramm brachte zuvor die Rindergruppe in die Reithalle und sorgte für den entsprechenden Umbau: Es wurde gebohrt und gehämmert, um eine sichere Absperrung der Bande mit Pannels sicherzustellen.

Zunächst ritten die 4 Teilnehmer mit ihren rinderunerfahrenen Pferden in die Halle. Wolfgang begleitete sie auf dem rindererfahrenen Pferd „Donna“. Um die Pferde an die Gegenwart der Rinder zu gewöhnen, ritten erstmal alle Teilnehmer auf dem unteren Zirkel, auf dem sich die Rinder nicht aufhielten. Die Pferde beäugten dabei kritisch die Rinder in der oberen Hallenecke. Nach dieser Akklimatisierung wurde eine Gruppe gebildet: Wolfgang ritt mittig auf Donna voraus und die Reiter bildeten jeweils Paare und ritten jeweils links und rechts nebenher.

Dann ging es das erste Mal an die Rinder. Donna nahm den unerfahrenen Pferden die Angst vor den Rindern, denn die zeigte, dass diese vor den Pferden zurückwichen. Nach dieser ersten Erfahrung ging es dann an die „richtige Arbeit“. Wolfgang erklärte den Teilnehmern, dass es um das Treiben und das Halten der Herde gehe und dass dazu der „Treiber“ im 45 Gradwinkel hinter dem letzten Rind bleiben müsse, während der „Halter“ im 45 Gradwinkel neben der Herde bleiben müsse, um diese auf Kurs zu halten.

Nach dem ersten Probieren dieser Technik wurden Teams gebildet und in Zweiergruppen weitergearbeitet. Vor allem die erst 3-jährige Quarter Horse-Stute „Greta“ überraschte alle: Sie war so mutig und ehrgeizig an den Rindern und zog ihre nervöse Teampartnerin, die 8-jährige Arabian Partbred-Stute Shania, mit.

Auch das andere Team, bestehend aus den Quarter Horse-Wallachen Smokey und Spook zeigten sich einfach fantastisch am Rind. Spook zeigte mit seiner Reiterin Janine was Cowsense bedeutet: Er wurde immer mutiger und begann selbstständig an die Rinder zu gehen und sie bewegen zu wollen. Wolfgang ermutigte die Teilnehmer, die Pferde dicht an die Rinder zu lassen, damit sie auch ruhig mal an ihnen riechen können. Dann platzte bei allen Pferden der Knoten und der Spaß begann erst richtig.

Am Nachmittag begann die Einzelarbeit. Unter Anweisung von Wolfgang wurde mutig in die Herde geritten und die Reiter suchten sich ein Rind aus und sortierten es aus der Herde. Sodann wurde versucht es an der Bande entlang zu treiben, es zu überholen, anzuhalten, zu wenden und zurück zur Herde zu treiben. Was so einfach aussieht, ist harte Arbeit. Alle konzentrierten sich und versuchten die Position zu halten. Durch die geringe Teilnehmeranzahl konnten so alle 4 Pferde einige Male allein am Rind arbeiten.

Am Ende des Tages konnte man allen Pferden ihr gewachsenes Selbstwertgefühl ansehen. Dabei waren auch die Reiter von ihren Pferden überrascht und sehr stolz.
Gegen 16 Uhr kam dann Henning Ramm mit dem Rindertransporter und Wolfgang, Frank, Inga und Scarlett halfen mit ihren Pferden die Rinder zu verladen. Sodann war auch der Tag voller Highlights zu Ende.

Alle Teilnehmer freuen sich schon auf den nächsten Kurs.
Ein großer Dank geht an Wolfgang und Familie Ramm für die tolle Umsetzung des Kurses.

Text und Bilder: Scarlett Huff

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